Der perfekte Lebenslauf

Der Lebenslauf wird im Bewerbungsverfahren sehr oft unterschätzt, weil er in der Bewerbungsmappe erst nach dem Anschreiben angeordnet wird. Trotzdem solltest du auch bei diesem Dokument einiges beachten, denn sehr oft schauen sich Personalverantwortliche zunächst deinen Lebenslauf an, bevor sie zum Anschreiben und den restlichen Unterlagen kommen.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du am besten deinen Lebenslauf aufbaust und strukturierst.

Der Aufbau und die Struktur eines Lebenslaufs folgen in der Regel immer einem ähnlichen Schema. Im Fokus liegen zum einen Übersichtlichkeit und zum anderen die lückenlose Wiedergabe deines beruflichen Werdeganges.

Beginnen sollte dein Lebenslauf immer mit deinen Kontaktdaten (Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer), die am besten in der Kopfzeile der Seite eingefügt werden sollten.

Der Titel deines Dokuments sollte natürlich ganz klar „Lebenslauf“ lauten und unmittelbar darunter machst du deine persönliche Angaben (Geburtsdatum/-ort, Staatsangehörigkeit, Familienstand).

Die weitere Anordnung deiner Inhalte ist antichronologisch. Das soll heißen, dass du mit deiner zuletzt ausgeübten bzw. jetzigen Tätigkeit beginnst. In dieser Art solltest du deinen Lebenslauf anordnen, da Arbeitnehmer so die aktuellste Station sofort im Blickfeld haben.

Damit dein Lebenslauf übersichtlich strukturiert ist, solltest du ihn durch passende Überschriften in unterschiedliche Kategorien einteilen. Die Bezeichnungen kannst du für dich selbst individuell bestimmen und ggf. auch in Rubriken gruppieren.

Hier einige Beispiele, wie es für dich in Frage kommen könnte:

  1. Persönliche Daten / Persönliches / Zur Person
  2. Berufserfahrung / Beruflicher Werdegang / Beruflicher Hintergrund
  3. Ausbildung(en) / Berufsausbildung / Schul- und Berufsausbildung
  4. Weiterbildung(en) / Fortbildung(en) / Praktika und Seminare
  5. Weitere Fähigkeiten und Kenntnisse / Kenntnisse und Fähigkeiten / Spezialkenntnisse
  6. Auslandssemester
  7. Fremdsprachenkenntnisse
  8. EDV-Kenntnisse
  9. Ehrenamtliche Tätigkeiten / Interessen

Du kannst jeden dieser Punkte als eigene Kategorie darstellen, aber du musst natürlich nicht alles angeben. Hast du z.B. kein „Auslandssemester“ gemacht, entfällt diese Kategorie. Diese Struktur bietet dir und dem Leser eine gute Orientierung und sollte durch ein entsprechendes Layout ansprechend gestaltetet werden. Es erhöht deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch, auch wenn vielleicht die Inhalte sehr ähnlich gegenüber Allgemeinheit sind.

Für die textliche Gestaltung des Lebenslaufs gibt es zwar auch verschiedene Möglichkeiten, aber ich empfehle nur eine: den tabellarischen Lebenslauf. Er ist der Klassiker und wird am häufigsten genutzt. Es gibt zwar auch die Möglichkeit einen ausführlichen Lebenslauf zu schreiben, aber das wird heutzutage eher nicht mehr verlangt. Der Vorteil am tabellarischen Lebenslauf ist, dass diese eine übersichtliche Darstellungsweise bietet und unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.  So kannst du deinem hoffentlich zukünftigen Arbeitgeber zeigen, welchen Werdegang du eingeschlagen hast. Hier ist es wichtig, dass du nur mit Stichpunkten und Eckdaten arbeitest und nicht mit vollständigen Sätzen.

Der Lebenslauf sollte auf jeden Fall fünf folgende Bereiche abdecken:

  1. Persönliche Angaben
  2. Praxiserfahrungen (Praktika, Ausbildung etc.)
  3. Bildung (Schule, Universität)
  4. Kenntnisse (Sprachkenntnisse, EDV-Kenntnisse etc.)
  5. Zusätzliche Interessen (Hobbys, Ehrenämter etc.)

Zum Inhalt kann ich dir folgendes sagen: Du solltest dich an die Faustregel „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“ halten. Entweder sollte die Information einen Bezug zu deiner zukünftigen Arbeitsstelle haben oder eine deiner Charaktereigenschaften widerspiegeln.

Wie am Anfang schon erwähnt, sollte dein Lebenslauf mit deinen persönlichen Angaben beginnen. Dann kommen darunter Angaben zu Geburtsdatum & -ort, Staatsangehörigkeit, Familienstand und ggf. deiner Konfession. Achte aber darauf, dass keine Inhalte doppelt angegeben werden.

In der Rubrik „Praxiserfahrungen und Bildung“ solltest du auf deinen Werdegang eingehen und erwähnen, was du in dieser Zeit schon erreicht hast. Die Wiedergabe startet immer mit der Kategorie, die für deine neue Stelle am relevantesten ist.

Diese Informationen solltest du bei jeder Station anführen:

  1. Anfangs- und Enddatum
  2. Arbeitgeber und Ort
  3. Position
  4. Informationen zu deinen Tätigkeiten

Für den neuen Arbeitgeber ist es wichtig, zu wissen, was genau du in deinem vorherigen Betrieb geleistet hast. Deswegen ist es wichtig, eine genaue Tätigkeitsbeschreibung anzugeben.

Beim schulischen Werdegang werden die Zeiträume, die genauen Bezeichnungen der Institution und dein Abschluss hinzugefügt. Falls du dich in eine Richtung spezialisiert hast, solltest du diese auch erwähnen. Deine Noten kannst du mitteilen, musst du aber nicht. Wenn du sie aber angibst, musst du sie aber bei allen Stellen nennen.

Am Ende deines Lebenslaufs solltest du deine zusätzlichen Kenntnisse und Interessen angeben. Es ist die Rede von EDV-Kenntnissen, Führerschein, Hobbys etc. Auch hier solltest du eine bewusste Auswahl treffen, die sich auf deine Stelle bezieht und nicht Einzelheiten erwähnen, die eigentlich keine Rolle spielen.

Zum Schluss empfehle ich dir deinen Lebenslauf mit einer Unterschrift zu „beenden“. Damit bestätigst du die Richtigkeit deiner Angaben. Um aber die Aktualität deiner Information zu belegen, solltest du das aktuelle Datum und den Ort angeben. Und zu guter letzt, achte darauf ob die Seiten deines Lebenslaufs nummeriert sind, denn somit verschaffst du deinem vielleicht zukünftigen Arbeitgeber eine bessere Übersicht. Außerdem bist du dir dann auch sicher, dass deine Unterlagen vollständig sind.

Bilder sind mittlerweile nicht mehr zwingend erforderlich. Wenn du aber in deinem Lebenslauf ein Bild verwendest, achte immer auf seriöses Aussehen. Verwende keinesfalls selbstgemachte Aufnahmen, sondern lasse professionelle Bewerbungsfotos vom Photographen machen.

Zur allgemeinen Gestaltung der Bewerbung, lies diesen Blogbeitrag...



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Über Matthäus

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, ist Matthäus im Bereich PBS gelandet. Auch wenn er zu den Quereinsteigern gehört, versucht er regelmäßig sich neues im Bereich anzueignen.

Als Praktikant begonnen hat sich Matthäus zu einem echten „paper friend“ entwickelt.

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Es gibt Dinge im Leben, die doch schwieriger sind, als gedacht. Dazu gehört definitiv auch, eine Bewerbung zu schreiben. In diesem Beitrag gebe ich dir einige Hinweise, die dir helfen können, besser als deine Mitbewerber zu sein.

Den ersten Fehler solltest du schon vor dem Schreiben der Bewerbung vermieden: Wie viele andere bewirbst du dich bestimmt auf eine Stellenanzeige, die für dich interessant und anspruchsvoll klingt. Aber wenn du nicht die notwendigen Vorraussetzungen erfüllst, dann ist die Bewerbung wahrscheinlich aussichtslos. Achte deswegen immer darauf, ob du die nötigen Qualifikationen und Kenntnisse auch besitzt. 

Wenn du dich auf eine Stelle bewirbst und dennoch eine Absage bekommst, dann schaue dir folgende Punkte bei deiner Bewerbung nochmals an:

Hast du vielleicht nur kurz die Adresse, den Ansprechpartner und das Datum ausgetauscht und somit jede individuelle Note des Schreibens verloren? Oder, was weitaus schlimmer ist, hast du kostenlose Standardformulierungen aus dem Internet herausgesucht, die jeder aus dem „Effeff runterrattern“ kann. Ich kann dir sagen, das ist überhaupt keine gute Taktik. Damit hast du dir jede Menge Chancen verspielt! Deswegen: Schreibe für jede Stellenanzeige eine individuelle Bewerbung.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Wie schreibe ich denn nun eine ansprechende Bewerbung? Bewerbungsmappe

Zunächst ist wichtig: Alles muss auf eine Seite passen! Niemand aus der Personalabteilung möchte lange Romane lesen. Du solltest dem Leser beweisen, dass du den Blick dafür hast, was wirklich wichtig ist. Versuche darauf zu achten, dass deine Daten und Fakten auf den Punkt gebracht werden und vermeide lange Sätze. Konzentriere dich wirklich nur auf das Wesentliche.

Lege dar, welche Kompetenzen du erworben und welche Erfolge du bisher erreicht hast. Arbeite heraus, warum es dein großer Wunsch ist, gerade in dieser Firma zu arbeiten. Bitte freundlich um eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch und weise auf den frühstmöglichen Eintrittstermin hin. Deine Gehaltsvorstellungen erwähnst du nur, wenn im Stellenangebot ausdrücklich danach gefragt wird.

Häufig fangen die Fehler schon bei der Absenderadresse an: Du solltest nicht nur deine Adresse im Anschreiben erwähnen, sondern auch deine Telefonnummer, E-Mail Adresse und am besten noch deine Mobilnummer, weil du da bestimmt am besten erreichbar bist.

Auch beim Namen des Unternehmens schleicht sich gerne der ein oder andere Fehler ein: Deswegen am besten zwei- oder dreimal hinschauen, ob der Firmenname richtig geschrieben ist. Wenn dir da schon ein Fehler unterläuft, verzeihen dir das die Chefs selten bis gar nicht, denn welches Unternehmen stellt einen Mitarbeiter ein, der nicht in der Lage ist, den Unternehmensnamen richtig zu schreiben. Achte auch auf die vollständige Firmenbezeichnung. Am besten du schaust kurz auf der Firmenwebsite nach, weil du da auf der sicheren Seite bist, was die korrekte Schreibweise angeht. Zudem kommt es immer gut an, sich auch über die Firma informiert zu haben und wo geht das besser als auf der Firmen-Webseite?

Du solltest versuchen, dich nach dem Namen des Personalverantwortlichen zu erkundigen, weil es die Chancen erhöht, dass dein Bewerbungsschreiben schnell in die richtigen Hände gelangt. Außerdem macht es einen guten Eindruck, wenn man sich nach dem richtigen Ansprechpartner informiert.

Natürlich passieren hier ebenso Fehler. Der Klassiker: In der direkten Anrede wird der Name falsch geschrieben oder es steht ein anderer Name, weil die Bewerbung mit copy-paste weiter verwendet wurde. Das ist ein absolutes „no go“ und sollte definitiv vermieden werden. Dasselbe gilt auch für das Datum. Hier ist das wichtigste die Aktualität. Auch hier passiert dieser Fehler häufig bei einer Überschreibung einer älteren Vorlage.

Jetzt kommen wir zu einem wichtigen und wesentlichen Bestandteil: dem Betreff. Hier kann der Leser direkt erkennen, um was es bei dem Anschreiben geht. Ein sehr wichtiges Kriterium für ein Sekretariat, um das Schreiben richtig weiterzuleiten. Wenn im Stellenangebot eine Referenznummer angegeben wird, dann gehört sie auch in die Zeile des Betreffs dazu. Hiermit kann sie schneller zugeordnet werden.

Für den Leser ist es eine wichtige und nützliche Information, dass es sich bei dem Brief um eine Bewerbung handelt. Also sollte der Begriff „Bewerbung“ unbedingt in den Betreff. Aber was wenn ein Unternehmen mehrere Stellen ausgeschrieben hat? Kopf einschalten und mitdenken. Hier ein kleines Beispiel, wie es richtig geht:

1. Zeile → Bewerbung als Sachbearbeiter

2. Zeile → Ihre Stellenanzeige in der Tageszeitung vom 04.10.2019

Man merkt sofort, dass du dich damit auseinander gesetzt hast.

Jetzt begeben wir uns so langsam aber sicher an das Anschreiben selbst.

Zunächst die Anrede: Hier solltest du Wert darauf legen, dass du die konkreten Daten hast, den die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nicht vorteilhaft.

Weiterhin solltest du beim Schreiben den Flattersatz (linksbündiger Text), statt den Blocksatz verwenden. Warum? Ein Blocksatz ist schlechter zu lesen, weil die Lücken zwischen den einzelnen Wörtern unterschiedlich groß sind. Deswegen ist es für den Leser angenehmer die Bewerbung im Flattersatz zu lesen.

Nach wie vor solltest du darauf schauen, dass die direkte Anrede „Sie“ oder „Ihnen“ immer groß zu schreiben. Beim Korrekturlesen sollest du deshalb extrem darauf achten. (Kleiner Tipp: Lass noch jemand anderen Korrektur lesen. Freunde oder Familie zum Beispiel).

Zur Ausdrucksweise: Du solltest versuchen nicht zu sehr ins Umgangssprachliche zu rutschen, denn dann klingt das Anschreiben nicht seriös genug. Deshalb wähle die Formulierungen immer mit Bedacht. Beispiel: Das Wort „Job“ sollte am besten ersetzt werden durch die Begriffe „ausgeschriebene Stelle“ oder „Arbeitsplatz“. Es klingt einfach eleganter.

Sei ein selbstbewusster Bewerber, denn Arbeitgeber wollen das. Versuche durch geschickte Wortwahl durchsetzungsfähig herüberzukommen und damit überzeugt von dir selbst zu sein. Mache dich bloß nicht zu klein, denn du hast einem Unternehmen auch was zu bieten, nämlich dein Potenzial für die Firma, damit sie weiter erfolgreich bleibt.

Nutze auch das Bewerbungsschreiben, um deine persönlichen Eigenschaften (Soft Skills) zu präsentieren. Jedoch die Eigenschaften einfach nur aufzuzählen, ist nicht der erfolgversprechende Ansatz. Versuche auch zu begründen, warum gerade du die guten Eigenschaften mitbringst. Als Beispiel: „Ich bin teamfähig, weil ich die letzten Jahre Teamleiter in der Abteilung XY war.“ Am besten sollten die aufgeführten Soft Skills auch in einem deiner Arbeitszeugnisse zu finden sein, damit du das ganze noch belegen kannst.

Was du versuchen solltest zu vermeiden sind floskelhafte Sätze:  „Ich suche eine neue Herausforderung“ seht in jeder zweiten Bewerbung, „mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen“ in jeder dritten. Was ich dir damit sagen will: Du wirst nicht drum herum kommen, dir selbst eine gute Formulierung einfallen zu lassen, denn die Standardformulierungen verraten nur, dass du keine Lust hattest, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Je mehr Eigeninitiative in das Anschreiben investiert wurde, desto mehr ist ein Bewerber im positiven Fokus.

Zum Schluss solltest du dir merken, dass du den Konjunktiv vermeiden solltest. Die Bitte um ein Vorstellungsgespräch sollte direkt und selbstbewusst formuliert werden. Es gilt: Je höher die Position, um die du dich bewirbst, desto wichtiger ist eine selbstsichere Formulierung.

Da mit deinem Bewerbungsschreiben noch Deckblatt, Lebenslauf, Zeugnisse und Arbeitszeugnisse verschickt werden, ist es ratsam, am besten am linken, unteren Rand des Anschreibens das Wort „Anlagen“ zu schreiben. Es ist ein guter Hinweis für den Leser, dass sich noch weitere Unterlagen im Umschlag befinden. Aber aus Platzgründen solltest du nicht aufzählen, was alles vorhanden ist, denn das Bewerbungsschreiben sollte auf eine Seite beschränkt werden.

Das richtige Papier

Zum Schluß noch ein Tipp von mir: In der heutigen digitalen Zeit stechen klassische Bewerbungsmappen wieder heraus. Wenn ein Unternehmen nicht explizit sagt, das Bewerbungen nur Online eingereicht werden sollen, kannst du mit einer schön gestalteten Bewerbungsmappe zusätzliche Punkte sammeln. Beim ausdrucken solltest du auch auf das richtige Papier achten. Es sollte von der Grammatur etwas hochwertiger sein. Ich empfehle dir ein glattes 100 g Papier. Denn bei einer schriftlichen Bewerbung kommt es ja auch auf die Haptik an.

 



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Über Matthäus

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, ist Matthäus im Bereich PBS gelandet. Auch wenn er zu den Quereinsteigern gehört, versucht er regelmäßig sich neues im Bereich anzueignen.

Als Praktikant begonnen hat sich Matthäus zu einem echten „paper friend“ entwickelt.